Autoimmunerkrankungen – die Gefahr aus dem eigenen Körper

Chronische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen machen uns in den Industrieländern das Leben schwer. Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulceroa, Typ-1-Diabetes, Hashimoto-Thyreoiditis, Kreisrunder Haarausfall, Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis sind immer weiter auf dem Vormarsch. Besonders hart für Betroffene: Sie scheinen unheilbar zu sein. Deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich, erste Anzeichen zu erkennen und den Kreislauf zu durchbrechen.

Ist die Krankheit wirklich harmlos?

Viele schwerwiegende chronische Krankheiten und Autoimmunerkrankungen beginnen mit harmlosen Allergien und Unverträglichkeiten. Erfolgt nun eine rein konservative Behandlung, bessern sich die Symptome häufig nur kurzfristig oder gar nicht. Denn wir lösen das Problem nicht an der Wurzel – ein sehr typisches Problem, gegen das die medizinischen Kräfte in unserem Gesundheitswesen häufig kämpfen. Patienten müssen erst erkrankt sein, anstatt frühzeitig über präventiv zu agieren. Am Ende steht dann oft eine schmerzhafte Krankheit aus dem rheumatischen Formenkreis. Mithilfe der Naturheilkunde können wir in vielen Fällen diese Krankheitskette vermeiden und sogar dann noch helfen, wenn eine Erkrankung bereits chronisch ist. Selbst dann, wenn konservativ nur noch der Status quo gehalten werden kann, schaffen wir es mit Medizin aus der Naturheilkunde häufig Verbesserungen oder sogar die Heilung zu erzielen. Zur Erklärung möchte ich zunächst einen kleinen Exkurs in den Krankheitstypus durchführen.

Was sind Autoimmunerkrankungen?

Bei einer Autoimmunerkrankung lenkt der Körper seine heilenden Kräfte infolge einer „fehlerhaften“ Steuerung des Immunsystems gegen sich selbst. Deshalb heißt sie auch Autoaggressionskrankheit – ein Sammelbegriff für all die Krankheiten, die zustande kommen, weil sich das Immunsystem gegen gesunde Strukturen im Körper richtet. Manchmal ist augenscheinlich vor allem die Haut betroffen, zum Beispiel bei Allergien, die ihren Ursprung allerdings in der Regel im Darm finden. Weitläufig bekannt sind aber zusätzlich zu den bereits genannten auch die Schuppenflechte (Psoriasis), Vitiligo, unter der zum Beispiel Michael Jackson litt, dessen Haut keine Pigmente mehr bilden konnte. Im schlimmsten Fall können aber sogar alle Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen sein. Die Liste dieser Krankheiten ist schier endlos und alle haben gemein: Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Zellen und Botenstoffen des Immunsystem klappt nicht so, wie sie soll. Das ist, als wäre die Produktionskette bei einem Auto unterbrochen und Sie haben zwar Wischer installiert, um schlechtes Wetter abzuhalten, aber die Windschutzscheibe fehlt.

Der rheumatische Formenkreis

Rheuma hat sich längst zu einer Volkskrankheit entwickelt. Sehr häufig tritt die entzündliche Gelenkerkrankung rheumatoide Arthritis auf. Bei diesem Krankheitsbild sind gleich mehrere Gelenke chronisch betroffen. Die Entzündungszellen und -stoffe greifen Gelenkknorpel und Knochen an. Die Gelenkstrukturen bauen immer weiter ab und damit werden die Gelenke, insbesondere die Gelenkknorpel, zerstört. Verläuft die Krankheit besonders schwer, können auch andere Organe wie Augen, Herz, Lunge, Rippenfell, Nerven und sogar Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen werden. Interessant finde ich Studienergebnisse, die zeigen, dass rund 70 Prozent aller Patienten einen Mangel an Vitamin D aufweisen.

Was löst eine Autoimmunerkrankung aus?

Die Auslöser für Autoimmunerkrankungen sind so zahlreich wie die Krankheitsbilder selbst, oftmals lassen sie sich gar nicht final klären. Langfristig falsche Ernährung kann eine Ursache sein, aber auch eine genetische Vorbelastung. Negative Umwelteinflüsse oder auch andauernder Zivilisationsstress, für den unser Körper und auch unsere Psyche nicht gemacht sind, spielen ebenfalls eine Rolle. Besonders Stress, der von Natur aus nur als kurzfristige Hilfe für Gefahrsituationen eingerichtet wurde, stellt uns vor eine massive Herausforderung und kann sogar das hormonelle Gleichgewicht verschieben, was sich dann sowohl auf die Psyche als auch auf unseren Körper auswirkt.

So verschieden die Auslöser, so ähnlich der Ablauf. Alle angesprochen Ursachen führen in der Regel zu chronischen Entzündungen im Körper. Dazu müssen wir wissen, dass auch Entzündungen zunächst einmal nichts Schlechtes sind. Der Körper hat auch sie als Reparaturset vorgesehen für äußere und innere Wunden. Die müssen „ausgebessert“ und Krankheitserreger beseitigt werden. Auf Dauer verändern sie aber den Stoffwechsel, bringen das Immunsystem aus der Balance und befeuern die Bildung von Antikörpern. Dann lösen nicht mehr von außen kommende Erreger die Erkrankung aus. Der Körper geht selbst gegen seine eigenen Zellen vor, beeinflusst sie negativ oder zerstört sie im schlimmsten Fall.

Risikogruppe Frauen und ältere Menschen

Besonders Frauen und ältere Menschen erkranken. Liegt eine Autoimmunerkrankung vor, steigt außerdem das Risiko, sich an Corona zu infizieren. Denn der Einsatz von sogenannten Immunsuppressiva, also Medikamenten, die eine übersensible Fehlreaktion des Immunsystems eindämmen, erhöht generell die Chance, sich mit einem Virus zu anzustecken, weil der Körper dadurch weniger stark vor Eindringlingen geschützt wird.

Was können Sie dagegen tun?

Generell empfehle ich eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Abwechslung – das heißt, eine Diät, die reich an Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, sekundären Pflanzenstoffen und vielen weiteren Mikronährstoffen ist. Vollkornprodukte statt Weißmehlbackwaren sowie viel Obst, Gemüse, Nüsse und Saaten, anstatt übersüßte oder zu kräftig gesalzene und bearbeitete Snacks. Auch Fisch, der nicht zu stark mit Quecksilber belastet ist und kaltgepresste Öle können entzündungshemmend wirken. Wer hingegen zu viel Fleisch zu sich nimmt, wie die meisten von uns, fördert Entzündungen und damit die Krankheit. Das heißt nicht, dass Sie sofort zum Veganer oder zur Veganerin werden müssen. Aber wenn es um die eigene Gesundheit geht, lohnt sich der Blick auf Alternativen oder gar die Umstellung auf neue Ernährungsgewohnheiten. Meist fällt das nur am Anfang schwer. Wer aber die ersten Erfolge spürt, empfindet die Neuerungen viel weniger als Verzicht, weil die Lebensqualität damit drastisch ansteigt.
In der Regel können Sie mit einer antiinflammatorischen Ernährung das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst beeinflussen, mildern und regulieren. Versorgen Sie ihn stets mit lebenswichtigen Mikronährstoffen, um sich präventiv vor weiteren Erkrankungen zu schützen, die Ihre Beschwerden sogar noch verstärken können.

Bitte nicht selbst therapieren!

Trotz aller Möglichkeiten, die Patienten selbst haben, den Krankheitsverlauf positiv mitzubestimmen, rate ich ganz dringend von einer Selbstmedikation ab. Gerade bei so wenig erforschten Themen wie der Zugabe von Vitamin D, bei denen es noch keine Langzeitstudien gibt, empfehle ich die regelmäßige Rücksprache mit Mediziner:innen oder Heilpraktiker:innen. Seien Sie sich stets bewusst, dass auch Naturheilmittel und meiner Meinung nach auch Nahrungsergänzungsmittel Medizin sind, egal ob sie explizit als solche deklariert wurden. Und gerade bei Autoimmunerkrankungen ist die Medizin gefordert. Im Rahmen der Naturheilkunde müssen wir mit großer Sorgfalt arbeiten. Denn rund 80 Prozent der komplementären Medizin sind auf die Stimulation des Immunsystems ausgerichtet. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die Erkrankung damit erst so richtig angefeuert würde. Nur 20 Prozent der Naturheilkunde kann eine sogenannte Immunmodulation vornehmen. Das heißt, wir versuchen das Immunsystem wieder so einzustellen, dass der Autoimmunprozess aufhört. Das könnte zum Beispiel mit Kombipräparaten aus Weihrauch (zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung), Kurkuma (zellschützend, entzündungshemmend und antibakteriell) und Omega-3-Fettsäuren (gegen Entzündungen) gelingen. Ich setze in der Regel AUTO-IM-PLUS von DarssNaturalis ein. Selen-Darss Kapseln bekämpfen mit ihrem Hauptwirkstoff, dem Spurenelement Selen, Stress auf zellulärer Ebene. Heilpilze wie Shitake oder Maitake verfügen über eine hohe Vitalstoffdichte, wirken antitoxisch und sind in der Lage, das Immunsystem zu regulieren und die Abheilung von Entzündungen beschleunigen. Die Medikation erfordert aber eine individuelle Betrachtung und Behandlung. Dafür ist ein hohes Maß an medizinischen Fachwissen und eine gute medizinische Ausbildung nötig. Nur so lässt sich gewährleisten, dass wir Patienten helfen und ihnen keinen Schaden zufügen, weil wir experimentieren.

Warum wir für viele Krankheiten den Darm heilen müssen

Viel zu selten werfen wir bei der Ursachenforschung für verschiedene Krankheiten wie Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder sogar Krebs einen Blick auf den Darm. Das ist ein Fehler. Denn der Darm ist das Organ, das mit seiner Oberfläche von bis zu 460 Quadratmetern den größten Kontakt zur Außenwelt bildet. Neben der bronchialen Schleimhaut und unserer Haut entscheidet er darüber, was unseren Körper belastet. Wir können mit Fug und Recht behaupten: Ist das Darmmilieu, also das Mikrobiom, nicht in Balance, sind wir es auch nicht. Dann reagieren die Lymphsysteme und das Immunsystem zum Beispiel häufig mit lästigen Allergien. Deshalb ist es so wichtig, dass wir bei Immunreaktionen immer auch einen Blick auf den Darm werfen und ihn stets in einem guten Zustand halten.

Das vernachlässigen wir viel zu oft, wenn sich die die Haut rötet und anfängt zu jucken. Schon fast reflexartig greifen wir dann zu Salben oder Sprays mit Hydrocortison. Die lindern dann zwar meist die Beschwerden – an die echten Wurzeln der Erkrankung gelangt diese Therapie jedoch leider nicht. Auch die viel diskutierten Intoleranzen und Unverträglichkeiten gegen Lactose, Fructose, Gluten und zahlreiche Lebensmittel werden meist nicht besser, wenn wir die jeweiligen Nahrungsmittel vom Speiseplan verbannen. Das liegt unter anderem daran, dass nur eine wirklich kleine Gruppe von Patienten tatsächliche in diesem Bereich eine angeborene Problematik vorweist. Alle anderen dürfen auf eine Heilung ihrer allergischen Reaktionen bauen, ohne langfristig den lukrativen Markt der Ersatzprodukte bedienen zu müssen. Der füllt nur die Taschen der Produzenten, führt aber nie zur vollständigen Genesung. Im Folgenden beschreibe ich mein erfolgreiches Behandlungskonzept.

Grundlage der Behandlung: Stuhluntersuchung im Labor

Bei uns liegt jeder Therapie die Zusammenarbeit mit einem mikrobiologischen Labor zu Grunde. Ich arbeite fast ausschließlich mit dem Mikrobiologischen Labor in Bad Saarow und dem geschätzten Leiter Dr. Ulrich Pohl zusammen. Gemeinsam mit ihnen hat meine Praxis in den letzten Jahren eine große Anzahl Stuhluntersuchungen durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass wir durch eine Aufbaustrategie der Darmflora hervorragende Erfolge bei Hauterkrankungen und allen Formen der Allergien verzeichnen konnten. Denn ohne diese Stuhlanalyse können wir keine individuelle Aufbaustrategie für die Darmflora erarbeiten. Wichtig ist dabei auch zu erkennen, ob eine Pilz-Besiedelung, zum Beispiel mit Candida albicans besteht oder ob es sich um eine Dysbiose, also ein Ungleichgewicht der Darmflora, ohne Pilze handelt.

Unterstützung für Leber und Bauspeicheldrüse

Im nächsten Schritt folgt der Blick auf die Verdauungssäfte. Sie spielen eine große Rolle dabei, in welchem Zustand sich der Darm befindet. Das heißt, wir müssen der Leber, die ja die Gallenflüssigkeit bildet, der Bauspeicheldrüse, die einen enormen exkretorischen Anteil hat und die Darmwand, die auch mehr als einen Liter Darmsäfte produziert, während der Therapie zur Seite stehen. Nur Probiotika einzunehmen reicht dafür nicht aus.

Der Blick auf die Leber ist deshalb so wichtig, weil sie, neben Nieren, Haut und Lymphsystem, hauptsächlich für die Entgiftung unseres Körpers zuständig ist. Sie sorgt dafür, dass unser Stoffwechselendprodukt, aber auch Umweltgifte und andere Giftstoffe, die wir besonders über Nahrung zu uns nehmen, unschädlich gemacht werden. Ist die Belastung durch Schadstoffe zu hoch, kann es schnell passieren, dass dieses Entgiftungssystem überfordert ist. Dann kommt es unter anderem zu Allergien. Um diese loszuwerden und das System zu stärken, greife ich in meinen Therapien gern auf alte Rezepturen zurück, die ich Ihnen im Folgenden vorstellen möchte. Bitte sprechen Sie aber jede Therapie zuvor mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker ab.

Schritt 1: Die Entgiftung der Leber

Um die Leber zu entgiften verordne ich in der Regel 2 x täglich eine Kapsel Toxi-Darss N von Darss Naturalis mit den Wirkstoffen aus Chlorellaalgen, Burma-Spirulinaalgen, Bärlauchkraut, Kurkuma, Mariendistel-Extrakt und Koriander. Besonders die Chlorellaalgen haben einen hohen Chlorophyll-Anteil, der unter anderem Heilungsprozesse anstößt, stark blutreinigend wirkt, aber auch die Absonderung der Verdauungssäfte in Balance bringt. Ferner nutze ich die von mir mitentwickelten LGP Complex Tabletten, ebenfalls von Darss Naturalis und den homöopathischen NaPOD-Komplex Nr. 115 (alle NaPOD-Komplexe der Firma Pharmachem GmbH & Co. KG). Die Gesamtheit der Wirkstoffe sorgt für die Stabilisierung der Leber-. Gallen-, und Bauchspeicheldrüsenfunktion und kümmert sich um die Normalisierung von Oberbauchbeschwerden.

Schritt 2: Die Entgiftung des Gewebes

Auch für die Entgiftung des Gewebes, in dem sich nicht selten Schwermetalle und sonstige Toxine einlagern, spielt unter anderem Chlorophyll eine wichtige Rolle. Auch in diesem Schritt vertraue ich auf die Wirkstoffe des bereits genannten Toxi-Darss N in Kombination mit dem homöopathischen NaPOD-Komplex Nr. 116. Auch die so genannte Übersäuerung möchte ich hier bereits ansprechen. Detailliert werde ich darauf jedoch später eingehen.

Schritt 3: Unterstützung der Darmwand

In diesem Behandlungsschritt greife ich für auf den homöopathischen NaPOD-Komplex Nr. 132 zurück, um die Darmwand bei der Produktion der Darmsäfte zu unterstützen.

Schritt 4: Pilzbefall ja oder nein?

Jetzt gilt es zunächst die Pilz-Besiedelung einzudämmen, bevor weitere Therapien überhaupt greifen können. Ist ein Befall zum Beispiel mit Candida albicans gegeben, muss nun eine Nystatinsuspension oder -tablettenkur zum Einsatz kommen. Gibt es keine Pilzbesiedelung oder nach der Behandlung keine mehr, gehen wir in der ersten Stufe zur Behandlung mit Dysbio Phyto, einer starken phytotherapeutischen Wirkstoffkombination, unter anderem mit Pulver der Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Meerrettich, Brunnenkresse und Schwarzkümmel und PRÄ Dysbio N Pulver mit Biotin, resistenter Stärke Typ 3, rechtsdrehende Milchsäure und Akazienfaser über. (Alle Produkte von Darss Naturalis) Stufe 2 umfasst dann die Medikation mit Dysbio Plus N mit dem Vitamin Biotin, Milchsäurebakterien, Akazienfaser und den Mineralstoffen Zink und Selen. Hinzu kommt Dysbio Protect mit Biotin, Zink, Selen, Milchsäurebakterien und der Aminosäure L-Glutamin. Zink trägt beispielsweise dazu bei Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und Biotin unterstützt die Erhaltung normaler Schleimhäute.

Das Dilemma mit der Übersäuerung

Wie bereits angekündigt, möchte ich meinen Fokus noch auf die so genannte Übersäuerung legen. Aber was heißt das eigentlich? Unser Organismus versucht ständig, eine Balance von 20:80 zwischen Säuren und Basen im Blut, Bindegewebe und in den Zellen zu halten. Liegt der Säuregehalt über 20 Prozent, sprechen wir von Übersäuerung oder Azidose. Sind unsere Zellen übersäuert, wird der Stoffwechsel stark reduziert oder ganz eingestellt. Die Folge sind Mangelerscheinungen. Fehlen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelement, kann das zum Ausfall ganzer Regionen und zu Entzündungen führen, die wiederum beispielsweise zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder gar Krebs führen können. Inzwischen weiß man, dass fast 95 Prozent aller Erkrankungen auf eine intrazelluläre Übersäuerung zurückzuführen sind.

Wie kommt es zu einer Übersäuerung?

Lange wurde der Übersäuerung eine falsche oder unausgewogene Ernährung zugrunde gelegt, da man über den Magen-Darmtrakt nicht hinausgedacht hat. Tatsächlich ist unsere Ernährung nicht grundlegend falsch, eher die Ernährungsweise, nämlich Zuviel von den säuernden Produkten, wie z.B. Zucker Milcheiweiße, tierische Fette, Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Süßigkeiten. Allerdings ist dies nur ein kleiner Teil der Ursache für die Übersäuerung. Der Einfluss der Umwelt, der Umweltschäden und unser eigenes Umfeld, die Arbeitssituation, Familie, Stress, Ärger ist viel größer als bislang angenommen. Elektrosmog, Strahlenbeeinflussung und Verkehrssmog tragen ebenso bei, wie die ständige Einnahme von Medikamenten. Freie Radikale zerstören die Immunabwehr des Körpers und führen zur Übersäuerung.

Basische Ernährung – Organismus in Balance?

Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Aber leider geht es nicht so einfach. Basische Präparate und Nahrungsmittel, auch Nahrungsergänzungen haben als Grundlage Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Kalium und viele andere mehr. Sollte der Körper es schaffen, diese Mineralien zu ionisieren, dann haben alle eine positive Ladung. Das ist das Dilemma. Kranke, übersäuerte Zellen besitzen ebenfalls eine positive Ladung und stoßen somit diese wertvollen Stoffe ab, die so dringend benötigt werden. Die werden dann, wenn nicht ausgeschieden, abgelagert und können wiederum selbst zu Krankheitsbildern wie Ablagerungen, Steine und Ähnlichem führen. Genauso paradox ist der Glaube, mit basischen Wickeln oder Bädern würde eine Zell-Entsäuerung herbeigeführt werden. Die Haut ist ein Ausscheidungsorgan und kein Verdauungsorgan.

Der Weg aus dem Übersäuerungs-Dilemma

Achtung! Jetzt wird es etwas technisch: Im ersten Schritt müssen wir durch eine pH-Verschiebung innerhalb der Zelle eine Umkehr der Ladung erreichen. Dies gelingt durch eine Versorgung der Zellen mit negativ geladenen Hydroxyl-Ionen (OH), die sich in der Zelle mit den H-Ionen zu neutralem Wasser (H2O) verbinden. Durch diesen Ladungstausch wird die positive Spannung der Zelle umgekehrt und die positiv geladenen Mineralstoffionen können wieder in die Zelle gelangen und zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels beitragen. Gleichzeitig werden Schlacken gelöst und abtransportiert. So neutralisierte Zellen nehmen wieder am „Stoffwechselprogramm“ des Körpers teil und tragen wieder zur Verstärkung der Immunabwehr bei.

Mit diesem Schritten bilden wir die Grundlage für Behandlung von Hauterkrankungen oder den unterschiedlichsten Allergien. Zur allergischen Umstimmungsbehandlung setze ich wieder homöopathische Komplexe wie NaPOD-Komplex HS Nr. 211 ein. Um die Haut zu stabilisieren NaPOD-Komplex Nr. 124.

Langwierig, aber konsequent umgesetzt sehr wirksam

Diese Behandlung klingt langwierig – und das ist sie auch. Wenn wir Symptome wie Allergien entwickeln, haben wir unseren Körper in der Regel schon zu lange überfordert. Das ist nicht mal eben mit einer „Pille“ gelöst. Wer genügend Geduld und Ausdauer mitbringt, diesen Weg verfolgt oder auch einen anderen, individuell angepassten, aktiviert die Selbstheilungskräfte im Körper und wird mit Gesundheit belohnt. Und die ist ja bekanntlich unser höchstes Gut.

Epstein-Barr – das viel zu oft ignorierte Virus

Egal wie sehr uns das Thema Covid-19 seit Monaten beschäftigt und unabhängig davon, wie lange das noch der Fall sein wird, möchte ich Ihnen heute über ein anderes Virus sprechen, das uns das Leben immer wieder schwer macht. Es geht um das Epstein-Barr-Virus, das eine infektiöse Mononukleose auslöst – das, was wir gemeinhin Pfeiffersches Drüsenfieber nennen. Eine Diagnose, von der ich nicht nur als Heilpraktiker ein Lied singen kann, sondern auch als Patient betroffen war.

Nicht zu unterschätzen

Zwar ist die auch „Kusskrankheit“ genannte Infektion nicht per se gefährlich. Mir hat sie einen gehörigen Schrecken eingejagt, als bei mir plötzlich unklare Symptome von Schwäche und fiebrigem Gefühl und massive Veränderungen im Blutbild auftraten, ähnlich wie bei Blutkrebs. Den Verdacht auf Leukämie konnte zum Glück ein erfahrener Hämatologe mit der Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber entkräften.

Die Forschernatur in mir wollte es aber noch genauer wissen. Zu dieser Zeit arbeitete ich in der Kardiologie, unternahm eine Echokardiographie, also einen Ultraschall des Herzens, und stellte einen Herzbeutelerguss fest. Mein Herz hatte auf das Virus reagiert, obwohl es nach dem Wissensstand von 1986 nicht kardiotrop sein sollte. Davon war auch meine Oberärztin überzeugt. Heute ist bekannt, dass neben Lymphknotenschwellungen, Halsschmerzen, Milz- und Lebervergrößerungen das Herz durchaus beteiligt sein kann. Das macht das Virus, besonders, wenn man es verschleppt, gefährlicher als es sein müsste. Ein betroffenes Herz kann im schlimmsten Fall, selbst bei wenigen Allgemeinsymptomen, auch aufhören zu schlagen, also zum Sekundentod führen.

Chronische Symptome

Das zeigt deutlich, wie ernst wir es nehmen müssen, selbst wenn nicht immer eine schwere Erkrankung auf die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus folgt. Denn es kann zu chronischen Herzmuskelentzündungen kommen. Lymphknoten können ein Leben lang tastbar bleiben, weil sie vernarben. Die Mandeln können anfällig bleiben und unser Immunsystem kann so geschwächt sein, dass wir ständig erkältet sind. In manchen Regionen gilt das Epstein-Barr-Virus sogar als Auslöser des so genannten Burkitt-Lymphoms.

In meine Praxis kommen viele Patienten mit chronischen Infektionen oder einem Erschöpfungssyndrom. Aber auch bei vielen Menschen mit chronischen Schmerzen lässt sich das Virus noch nachweisen. Viele junge Betroffene leiden plötzlich unter Herzrhythmusstörungen oder beschreiben einen starken Leistungsknick. Der oft sehr milde und kaum bemerkte Verlauf der Infektion stellt dabei das große Problem dar. Denn viele können sich an keine Erkrankung erinnern. Der Hintergrund ihrer Beschwerden liegt aber nicht selten an einem chronisch persistierenden EB-Virus. Dann können immer noch Antikörper im Blut nachgewiesen werden, obwohl die Infektion schon lange zurückliegt und ursprünglich unbemerkt blieb.

Akut oder chronisch?

Also aufgepasst. Der akute Pfeiffer beginnt mit Halsschmerzen und gegebenenfalls Fieber, oder auch nur Lymphknotenschwellungen am Hals. Leider greifen viele dann schnell zu Antibiotika, weil im Bereich der Mandeln eine Entzündung entsteht. Die Gabe von Penicillin verschlechtert die Prognose aber nur. Deshalb ist es ratsam, die Infektion immer im Blut abzuklären. Sollte sich der Pfeiffer bestätigen, sorgen Sie neben schulmedizinischen Maßnahmen bitte unbedingt für ausreichend Ruhe und verzichten Sie auf jegliche sportliche Aktivität.

Die Symptome einer chronischen Infektion habe ich ja bereits zuvor beschrieben. Einer Behandlung muss unbedingt eine gründliche Untersuchung auf das Virus vorausgehen und geklärt werden, ob Sie das Virus verschleppt haben. Nur so lässt sich eine effektive Behandlungsstrategie erarbeiten. Ein prominentes Beispiel dafür, was die Verschleppung des Virus auslösen kann, ist Kira Walkenhorst, die ehemalige Olympiasiegerin im Beach-Volleyball. Sie wollte wegen chronischer Schmerzen bereits Ihre Karriere an den Nagel hängen. Heute spielt sie wieder auf hohem Niveau.

Der Pfeiffer ist hochvirulent

Um eine Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden, können wir ähnlich vorgehen, wie im Umgang mit Corona. Das Wichtigste dabei: Meiden Sie bekannte Infizierte. Das Virus wird ja nicht umsonst auch „kissing disease“ genannt. Wie sagt man so schön: „Einer im Semester, alle im Semester!“ Es verbreitet sich über eine Tröpfcheninfektion und wer nicht gerade über ausgesprochen gute Abwehrkräfte verfügt, ist schnell angesteckt.

Was können Heilpraktiker tun?

Eine Standardtherapie gibt es leider nicht. Wie immer, sollten wir auch die Erkrankung am EB-Virus ganzheitlich betrachten. Denn ein Pfeiffer kommt nicht immer alleine und bestehende Co-Infektionen im Körper bestimmen die Vorgehensweise.

Allergien behandeln und heilen

Leckereien naschen, über eine wunderschöne Wiese spazieren, das Haustier streicheln: Für viele Menschen sind das die normalsten Dinge der Welt. Für andere hingegen werden diese einfachen Gewohnheiten zum Problem. Ihr Organismus reagiert in unterschiedlichen Ausprägungen abwehrend auf körperfremde Substanzen wie Nahrungszusätze, Pollen oder Tierhaare. Ihre Augen fangen an zu tränen und zu jucken an, die Nase läuft und häufiges Nießen gehören zu den typischen Reaktionen, die je nach Ausprägung der Allergie unterschiedlich stark auftreten. Manche können nicht mehr oder nur noch schlecht Atmen, weil die Schleimhäute anschwellen. Andere leiden unter Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Blähungen und juckende Quaddeln auf der Haut oder gar Ekzemen.

Lästig und teils bedrohlich

Was alle Allergien gemeinsam haben, sie sind lästig und, wenn es zu einem allergischen Schock kommt, können sie sogar lebensbedrohliche Auswirkungen haben. Inzwischen hat diese Volkskrankheit 20 Millionen Deutsche erwischt. Das ist fast jeder vierte – Tendenz steigend.

In diesem Frühjahr konnten wir auch bei uns in der Praxis einen massiven Anstieg von Allergien beobachten. Woran das liegt, darüber können wir zurzeit nur spekulieren. Eine Theorie ist die angestiegene Trockenheit, die wir in den letzten Jahren erleben. Wo kein Regen, da kann er auch keine Allergene aus der Luft „holen“.

Diese Allergien müssen Sie kennen:

  1. Am häufigsten verbreitet ist die Allergie auf Pollen, also der Heuschnupfen, der inzwischen oft schon im Januar losgeht, weil unsere Winter nicht mehr richtig kalt sind. Und damit kann der an sich „harmlose“ Blütenstaub Betroffenen das Leben von Jahresbeginn bis in den Oktober hinein schwer machen. Heuschnupfen-Peak-Zeit ist aber im März und April.
  2. In unseren Polstern und Matratzen steckt die Hausstaubmilbe – auch wenn wir einen sehr hygienischen Haushalt führen. Sie selbst ist harmlos für uns. Aber ihre Ausscheidungen, die wir permanent einatmen, sorgen für Niesen, verstopfte Nasen, tränende Augen oder auch einem Engegefühl in der Brust.
  3. Leider lösen auch unsere Lieblinge wie Hunde und Katzen bei vielen heftiges Niesen und geschwollene, tränende Augen aus. Dabei sind es nicht die Tierhaare, sondern ihnen anhaftende Eiweißstoffe aus dem Speichel und der Haut der Tiere, welche dafür verantwortlich sind.
  4. Insektenstiche sind schmerzhaft und lästig. Bei allergischen Reaktionen sind sie aber mehr als ein ausgemachtes Ärgernis – gesundheitsgefährdend bis tödlich. Die meisten Gestochenen beobachten nur eine Rötung und Schwellung rund um den Einstich. Andere kämpfen mit bis zu Handteller großen Ekzemen, die sich durch die Reaktion auf das Insektengift einstellt. Wer allerdings hochgradig allergisch ist oder alle, die innerlich gestochen werden, können durch Schwellungen sogar bewusstlos werden und ersticken. Sie erleiden einen anaphylaktischen Schock.
  5. Was viele bis heute noch nicht auf dem Schirm haben, sind Kreuzallergene, die für einige mittlerweile den Genuss verschiedener Nahrungsmittel unmöglich macht.

Was passiert im Körper

Im Grunde ist jede allergische Reaktion eine Immunabwehrreaktion. So genannte Allergene wie Pollen dringen in den Körper ein, treffen auf Zellen und verursachen, weil sie als Gefahr wahrgenommen werden, unter anderem eine deutlich erhöhte Ausschüttung von Histamin, dem Botenstoff in unserem Körper, der unter anderen für Allergien zuständig ist. Der sorgt für das Anschwellen der Haut, für den Juckreiz und die vielen anderen Symptome. Hierbei handelt es sich um die so genannte Typ-I-Allergie.

Wie hilft die Naturheilkunde?

Ich möchte hier wieder einmal den ganzheitlichen Blick auf die Krankheit hervorheben. Zunächst einmal bekommen Sie von mir aber einige „Mittelchen“, die schnell, aber auch langfristig helfen können. Kommen Sie zu mir in die Praxis, arbeiten wir gemeinsam daran, dass der Körper wieder Selbstheilungskräfte gegen allergische Erkrankungen aufbaut. Im Fachjargon heißt das „Umstimmungstherapie“. In der Regel reichen dafür 2-3 Präparate aus der Naturheilmedizin. Die dürfen Sie aber auch ohne bei mir gewesen zu sein, bereits als sinnvolle Ergänzung Ihrer Hausapotheke betrachten:

1.) NaPOD-Komplex HS Nr. 211, 100ml 2×20 Tropfen PZN: 11233285 (Alternativ als Globulis NaPOD-Komplex HS Nr. 1211 Globuli 3 x 5 PZN: 1234882)

Zu bestellen z.B. über die Park-Apotheke in Thüringen: unter bestellung@park-apotheke24.de

2.) Schwarzkümmel-Öl Kapseln von Darssnaturalis 3 mal 1 Kapsel

Bestellmöglichkeit

3.) Spezielle Weihrauchmischung AUTO-IM-PLUS bei Autoimmunerkrankungen, zu denen Allergien ja gehören. Bestellmöglichkeit

Mit diesem Konzept ist man schnell beschwerdefrei und durch eine längere Einnahme werden die Selbstheilungskräfte im Körper angeregt.

Gesunder Darm – weniger Allergien

Möchten Sie aber den Körper noch intensiver vor Allergien schützen, die Allergie sozusagen an der Wurzel des Übels behandeln, kommen wir um eine Therapie des Darmes nicht herum. Bedenken Sie bitte, dass der Darm rund 380 qm Kontakt zur Außenwelt darstellt und dort fast 80 Prozent unseres Immunsystems geprägt, repariert und kontrolliert wird.

Symbioselenkung

Die wichtigste Therapieform ist hier die so genannte Symbioselenkung, auch als Darmsanierung bekannt. Dazu senden wir aus der Praxis eine Stuhlprobe an ein erfahrenes mikrobiologisches Labor nach Bad Saarow. Dort wird die Darmflora aufgeschlüsselt und ein entsprechender Befund erstellt. Der dient als Basis für die weitere Behandlung, um die Darmflora wieder in die „richtige Richtung“ zu lenken. Das sorgt dafür, dass der Darm wieder gut aufgebaut wird und so eine natürliche Abwehr gegen Allergien im Körper aufbauen kann.

Eigenbluttherapie

Eine weitere Maßnahme, mit der wir arbeiten, ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Hier wird dem Patienten Blut abgenommen aus dem ein versierter Apotheker dann Tropfen herstellt. Diese Tropfen werden dem Patienten in unterschiedlichen Potenzen zur Verfügung gestellt. Nach einem besonderen Einnahmenplan starten wir damit eine „Gegensinsibilisierung“ aller im Blut befindlichen Allergene. Aber bitte nicht mit der Hyposensibilisierung verwechseln, die meist auf drei verschiedene Allergene beschränkt ist. Die „Gegensensibilisierung dauert ungefähr fünf Monate, eine Hyposensibilisierung hingegen mehrere Jahre.